Die Rebsorte Auxerrois, eigentlich aus Frankreich stammend und zur Burgunderfamilie gehörend, zeigt häufig Parallelen zum Weissburgunder. Der Auxerrois von Wöhrle zeigt sich aber in der Aromatik vegetabiler und herbaler als seine Mitstreiter. Mit einem stimmigen Säurespiel und Anklängen von Mineralität entsteht ein guter Trinkfluss.
Das 18 ha grosse Weingut Wöhrle (ehemals Weingut der Stadt Lahr) wird seit 1990 konsequent ökologisch von der Familie betrieben. Die Rebfläche befindet sich rund um Lahr, wo hauptsächlich Löss-Lehm-Böden vorherrschen. Die Grosse Gewächslage Kirchgasse ist mit Kalkstein durchzogen, hier gedeihen vor allem elegante Spätburgunder und Grauburgunder. In der Lage Herrentisch sorgt der Löss-Lehm-Boden für opulente Weissburgunder, im Gewann Gottsacker mit seiner Kalkformation der geradlinige Chardonnay des Hauses. Finesse, Eleganz aber auch Leichtigkeit kennzeichnen die Weine der Familie Wöhrle.
Wein ist eine leidenschaftliche Näkelsache. Schon seit fünf Generationen pflegt die Familie im Ahrtal jene Weinkultur, die hier einst von den Römern begründet wurde. Im Jahr 1950 entstand das heutige Weingut Meyer-Näkel durch die Hochzeit von Paula Meyer und Willibald Näkel. Obwohl Willibald Näkel nur etwa 1,5 ha Rebfläche bewirtschaftete, war er einer der namhaften Pioniere der für das Ahrtal damals eher unüblichen trockenen Rotweine. Sein Sohn Werner Näkel führt den heute etwa 18 ha Rebfläche umfassenden Betrieb mit seiner Frau Claudia und den Töchtern Meike und Dörte. Alte Rebstöcke, sorgfältige Weinbergsarbeit, konsequente Ertragsreduzierung und eine schonende Handlese schaffen die Voraussetzung für grosse Weine. Im Keller wird mit einer behutsamen Arbeitsweise die im Weinberg erreichte Qualität bewahrt und der Sortencharakter erhalten.
Die Trauben werden auf der Maische vergoren bei einer Standzeit vom maximal 18 Tagen, anschliessend lagern die Weine für 10 Monate in 2-4 Jahre alten Barriques. Auf diese Weise erhält der Wein ein elegantes Gerbstoffgerüst ohne den typisch mineralischen und finessenreichen Charakter des Weines zu überdecken.
Das Weingut Max Müller wurde 1692 von den Würzburger Erzbischöfen im Herzen von Volkach erbaut. Seit mittlerweile vier Generationen wird in diesen historischen Gemäuern Weinbau betrieben. Insgesamt bewirtschaftet die Familie 20 Hektar Weinberge. Auf ausgesuchten Einzellagen um die Volkacher Mainschleife entstehen herkunftsgeprägte, ‚cool climate‘ Weißweine. Die klassische Hauptrebosorte ist der Silvaner, gefolgt von Riesling, Weißburgunder, Scheurebe und Müller-Thurgau. Die Bodenformationen sind sehr unterschiedlich geprägt.
Zwei Kilometer von Volkach entfernt breitet sich der Sommeracher Katzenkopf über dem Flussbett aus. Keuper wie auch Muschelkalk sind das Grundgestein und bilden die Basis für das Wurzelsystem unserer Reben. Wärme speichernde Sandauflagen sind teils im oberen Boden vorhanden. Die Lage wärmt sich sehr schnell auf und ist südlich ausgerichtet. Die Weine aus Sommerach zeigen sich meist schon frühzeitig sehr aromenreich und gehaltvoll. Der Volkacher Ratsherr ist ein hitziger Steilhang, rein südlich ausgerichtet, erhebt sich über dem Main. Sehr karges Muschelkalkgestein ist der Grundstein für einige der größten Weine. Lagentreu und kühl würzig präsentieren sich jene Weine, die in dieser Einzellage gewachsen sind. Die Rebwurzeln müssen tief in den Kalkfels eindringen, um wichtige Nährstoffe sowie Wasser zu erreichen. Bis zu 60% Steigung weist der karge Hang auf. Silvaner und Riesling wachsen hier seit über 50 Jahren in dem Volkacher Filetstück. Der Escherndorfer Lump, wie auch der Volkacher Ratsherr, ist eine traditionsreiche Steilstlage in Franken. Der Muschelkalkhang erhebt sich entlang der Mainschleife und ist eine der heißesten Lagen in Franken. Gepaart mit dem skelettreichen Kalkboden wachsen hier große Silvaner sowie Riesling Trauben. Alte Rebanlagen erfordern hier viel Erfahrung und Herzblut. Die Weine spiegeln die Lage sehr deutlich wieder und sind meist mit tropischen Anklängen und kühlem Körper versehen.